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OSTERN AN DER MOSEL

Das verlängerte Wochenende über Ostern haben wir in diesem Jahr für einen Kurztrip an die Mosel genutzt.

Am Donnerstagabend haben wir nach Feierabend unsere Sachen gepackt, haben uns mit Lebensmitteln ausgestattet und sind in Richtung Mosel aufgebrochen.

Unser erstes Ziel war die Burg Eltz.

Zur Übernachtung suchten wir mit der App „Park4Night“ nach einer Schlafmöglichkeit. Nachdem wir am ersten Parkplatz wieder umdrehten, da es uns etwas unheimlich vorkam, den zweiten Parkplatz nicht anfahren wollten, da dieser direkt an der Straße lag, fanden wir durch Zufall den dritten Parkplatz der sich als ein absoluter Glückstreffer herausstellte.

Der Übernachtungsparkplatz befand sich direkt am Wanderparkplatz zur Burg Eltz. Er war quasi eine Verlängerung zum Wanderparkplatz. Als wir gegen 22:30 Uhr ankamen standen schon etwa 10 weitere Wohnmobile und Camper auf dem Platz, also gesellten wir uns dazu. Der Stellplatz ist nicht parzelliert, eigentlich ist es nur eine große Wiese, die durch zwei leicht geschotterte Wege „geteilt“ wird. Allerdings ist der Boden recht eben – zum Glück, denn wir hatten unsere Unterfahrkeile vergessen.

Da es schon recht spät war und wir von der Fahrt müde waren, gingen wir direkt ins Bett.

Am nächsten Morgen machten wir uns nach dem Frühstück und einer kleinen Katzenwäsche auf den Weg zur Burg Eltz. Dorthin führt ein Rundweg, der am Wanderparkplatz startet und dort auch wieder endet, man kann allerdings auch auf einem Weg hin und auf demselben wieder zurück. Wir haben uns für den Rundweg entschieden uns starteten in Richtung Westen. Der Weg führt durch den Wald und wir nutzen Google Maps um uns nicht zu verlaufen. Vorbei an grünen Lichtungen und über einen kleinen Fluss (über eine Brücke) kamen wir dann an der Burg Eltz an.

Ab der Brücke zeigen euch auch Wegweiser den richtigen Weg. Nach der Ruhe im Wald wurde es hier dann voll. Natürlich, die Burg Eltz ist kein Geheimtipp. Wer also lieber ungestört die Burg betrachten möchte und die Chance auf ein Foto ohne Touristen haben möchte, der sollte „außerhalb der Stoßzeiten“, also früh am Morgen oder erst spät abends zur Burg wandern. Corona-bedingt konnten wir die Burg Eltz auch nur von draußen betrachten; die Tore waren geschlossen.

Nachdem wir ein paar Bilder gemacht hatten, folgten wir dem Rundweg zurück zum Auto. Der Weg führt neben der Zufahrt zur Burg Eltz über eine Treppe nach unten. Dort überquert man dann einen kleinen Fluss und folgt dann dem Waldweg bergauf. An einer Weggabelung halten wir uns rechts. Der Rückweg kam uns, obwohl es bergauf ging, um einiges schneller vor als der Hinweg. Auf halber Strecke hat man von oben auch nochmal einen Ausblick auf die Burg Eltz.


FACTS: BURG ELTZ

  • Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert

  • Seit 800 Jahren im Besitz der Familie Eltz

  • Die Burg Eltz war für einige Jahre auf dem 500-Mark-Schein zu sehen

  • Zwischen April und November kann man an Touren durch die Burg teilnehmen (Corona- Beschränkungen beachten)

Zurück am Auto haben wir uns dann spontan dazu entschlossen nochmal eine Nacht zu bleiben. An diesem Stellplatz wussten wir, dass es uns gefällt und wir konnten uns Zeit nehmen, um zu entspannen. Wir stellten unser Auto um, um ein bisschen mehr Platz zum Sitzen zu haben, duschten mit unserer Outdoor-Dusche und machten es uns in unseren Stühlen gemütlich. Natürlich durfte ein kleines Vesper nicht fehlen.

Allerdings blieben wir nicht lange zu zweit. Eine Gruppe aus dem Ruhrpott, die mit drei Landrover Defender und einem Iveco Magirus unterwegs waren und ebenfalls am „Wanderparkplatz“ übernachten wollten, lud uns auf einen Eierlikör ein. Eins kam zum anderen und so verbrachten wir den ganzen Abend zusammen. Wir tauschten uns aus, sprachen über verschiedene Camping-Möglichkeiten, vergangene Reisen usw. Wir grillten zusammen und nachts gab es noch ein kleines Lagerfeuer. Es war ein sehr schöner Abend und sehr cool, neue Leute kennen zu lernen, die auf eine ganz andere Weise als Camper unterwegs sind.


Am Samstagmorgen machten wir uns dann auf zum nächsten Ziel. Laura hatte im März ihr Masterstudium begonnen und wollte sich mit einer Kommilitonin treffen, die an der Mosel wohnt. Gegen Mittag waren wir mit ihr in Bernkastel-Kues verabredet. Auf unserem Weg dorthin machten wir nochmal halt in Cochem und liefen durch die Altstadt bis zur Reichsburg Cochem. Oben angekommen hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt und auf die Mosel.

Die Altstadt in Cochem ist wirklich sehr schön. Die vielen engen Gassen und alten Häuser laden zum Bummeln ein. Außerdem findet man viele kleine Läden und auch einige Weinhandlungen. Auf dem Rückweg von der Reichsburg Cochem haben wir uns in der „Weinstube Schlossbergkeller“ einen sehr leckeren Riesling und einen suuuper leckeren Traubensaft mitgenommen! Wenn wir mal wieder in Cochem sind, werden wir die Weinstube auf jeden Fall wieder besuchen.





FACTS: COCHEM

  • Mit knapp 5000 Einwohnern die kleinste Kreisstadt Deutschlands

  • Mittwochabend vor Fronleichnam beginnt jährlich die „Mosel-Wein-Woche“

  • Das Burgfest, ein jährlicher Mittelaltermarkt findet am ersten Augustwochenende statt

SEHENSWERT:
  • Reichsburg Cochem (1130 zum ersten Mal urkundlich erwähnt)

  • Balduinstor

  • Sesselbahn zum Pinnerkreuz

Zum Abschluss gab es noch ein Eis und dann machten wir uns auf den Weg nach Bernkastel-Kues.

Zu dritt erkundeten wir die Innenstadt von Bernkastel-Kues, die ebenfalls voller schöner alter Fachwerkhäuser ist. Besonders viel uns das Haus der „Weinstube Spitzhäuschen“ auf. Schon der Name der Weinstube beschreibt, was das Haus so besonders macht. Seine schmale Form, die schiefe Fassade und das spitze Dach, machen das Haus zu etwas ganz Besonderem. Außerdem ist es wohl das älteste Haus an der gesamten Mittelmosel.

Anschließend stiegen wir über viele Treppen und einen steilen Zufahrtsweg hinauf zur Burgruine Landshut. Von hier oben hatte man einen tollen Blick auf die beiden Stadtteile Bernkastel und Kues, die rechts und links der Mosel liegen. Außerdem hatte man mit den Weinbergen ein schönes Panorama.

Der Zugang zum Turm der Burgruine kostet 2€. Wir sind allerdings nicht hoch bis auf den Turm, da Lauras Kommilitonin Höhenangst hat und wir wollten sie nicht alleine stehen lassen. Von „unten“ hatte man ja bereits eine sehr schöne Aussicht.

FACTS: BERNKASTEL-KUES

  • „Internationale Stadt der Rebe und des Weines“

  • ca. 50 Kilometer von Trier entfernt

  • Anfang September findet das „Weinfest der Mittelmosel“ in Bernkastel-Kues statt

  • Mittelalterlicher Weihnachtsmarkt in der Vorweihnachtszeit









SEHENSWERT:

  • Mittelalterlicher Marktplatz mit Giebelfachwerkhäusern aus dem 17. Jahrhundert

  • Spitzhäuschen (erbaut 1416)

  • St. Michaelsbrunnen (erbaut 1606)

  • Renaissance-Rathaus (erbaut 1608)

  • Burgruine Landshut, ehemalige Sommerresidenz der Trierer Erzbischöfe

  • Kath. Pfarrkirche St. Michael und St. Sebastian (der Glockenturm diente früher als Wehrturm)

  • Stadttor „Graacher Tor“

Nach diesem schönen Nachmittag machten wir uns dann auf die Suche nach einem Übernachtungsstellplatz. Auf dem Weg nach Bernkastel-Kues waren wir bereits an einem schönen Platz vorbeigekommen. Wir hatten aber schon vermutet, dass dieser bis zum Abend aber schon voll sein wird – so war es dann auch. Von hier aus hat man, zumindest wenn man direkt am Hang steht, aber einen tollen Blick ins Tal (Ürzig – Römerstraße raus). Also suchten wir weiter und fanden dann einen schönen Platz in den Weinbergen (49.9392, 7.0173). Wir waren nicht die einzigen die dort standen. Es waren noch 3 weitere Camper dort. Aber dennoch war es sehr ruhig und man war ungestört.

Zum Abendessen machten wir uns Raclette! Von Marvins Mutter hatten wir zu Weihnachten ein To-Go-Raclette geschenkt bekommen (eigentlich zwei, aber wir hatten nur eins dabei). Im Supermarkt hatten wir uns Käse besorgt, der perfekt in das kleine Pfännchen passte. Das Pfännchen stellten wir auf unseren Grill und sobald der Käse geschmolzen war ließen wir ihn aufs Brot laufen. Eigentlich gab es auch noch ganze Kartoffeln und Kräuterquark, aber wir hatten uns schon so am Brot und Raclette-Käse statt gegessen, dass wir kaum noch etwas herunterbrachten.

Das To-Go-Raclette können wir euch nur empfehlen. Hier ist der Link. Außerdem findet ihr es auch ganz bald in der Kategorie "Camping".

Den Abend ließen wir mit dem leckeren Wein aus der Cochemer „Weinstube Schlossbergkeller“ ausklingen und könnten einen genialen Sonnenuntergang beobachten.

Eigentlich war geplant, dass wir auch noch am Sonntag an der Mosel bleiben, allerdings wurde schlechtes Wetter mit Regen vorhergesagt, sodass wir uns dazu entschieden, nach dem Ausschlafen, Frühstücken und Aufräumen zurück nach Hause zu fahren.

Das Wochenende an der Mosel war wirklich wunderschön. Wir haben einige neuer Leute kennen gelernt und wirklich schöne Orte gesehen. Die alten Fachwerkstädte sind absolut sehenswert und für uns eine klare Empfehlung an euch. Den leckeren Wein solltet ihr euch, wenn ihr schon in DER Weingegend seid, natürlich auch nicht entgehen lassen.


INFO-ECKE

Burg Eltz und Umgebung

Bernkastel-Kues und Umgebung

Wohnmobilstellplatz: 50.1987322, 7.3385356 Burg Eltz: 56294 Wierschem

Wohnmobilstellplatz: 49.9392, 7.0173

Wohnmobilstellplatz den wir nicht anfahren konnten: 49.9848496, 7.0176757




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